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Samstag, 20. März 2010

Grau in Grau in Zwickau

(Ich tippe einfach ab, was ich am ersten Tag der Maßnahme "Neukundenaktivierung" zu Papier brachte - mit dem Ziel, es immer schön im Schulerlebnisblog zu bloggen.)

Das Körpergefühl nach nur 2h Schlaf ist maximal widerlich. Ein Schleier hüllt alle Sinne ein, die Realität verschwindet hinter einem Nebel aus Lethargie und Überdruß. Die Fortbewegung des Uhrzeigers ist nicht langsam, sie ist unfaßbar schleppend und träge. Jeder Blick zur Uhr bewirkt neue Enttäuschung, Frust, Qual und Schrecken dank der Aussicht auf einen unerträglich öden und zähen Tag.

Die Person, die hier zuständig ist und vorne steht (weiblich), legt es darauf an, ihre Aussagen auf größtmögliche Länge und größtmögliche Umständlichkeit zu bringen. Ihre Ausstrahlung ist die einer ältlichen, verbrauchten Grundschullehrerin mit Psychiatrieerfahrung. Der Anblick ist so unerfreulich, daß ich es vermeide, in ihre Richtung zu schauen. Ich will nur attraktive Frauen sehen. Zähne und Haare wirken künstlich, die Kleidung: Jeans und pink. Der Habitus entspricht dem eines DDR-Bürgers.

Jetzt geht es ans Vorstellen, eine Prozedur, die ich schon so unzählige Male mitgemacht habe, unter verschiedensten Umständen. Der erste Typ verkauft sich extrem offen, optimistisch, anbiedernd, teamorientiert. Völliger Gegensatz zu dem, was in meiner Brust an Ressentiments tobt und mich darüber nachdenken läßt, wie ich so wenig wie möglich und so irreführend wie möglich an die Sache herangehen kann. Sollen ruhig alle gleich wissen, daß ich keine Lust habe, mich anzupassen oder auch nur eine einzige Karte aufzudecken.

Sager:

"Der kannte sich mit Schock und Teufel aus." Nie gehört, den Spruch.

Unglaublich belastend. Leerlauf über Leerlauf. Das sattsam bekannte, nervtötende, langweilige Herumsitzen. Zeit, die verschwendet wird, wertvolle Zeit, aber einfach nicht nutzbar. Tiefe Resignation, Demütigungsgefühle, Sinnlosigkeit. Und das noch weitere vier Monate. Ich könnte mir tatsächlich selber leidtun. Zum großen Glück stört es hier keinen, wenn man sich das Buch auf die Bank legt und eine Runde liest. Das Buch ist ein Rettungsanker in diesem Sumpf aus Inhaltslosigkeit.

Sager:

"Sie haben den Nagel auf den Daumen getroffen." Soll das witzig sein oder ist es Unkenntnis?

Mittwoch, 3. März 2010

Aktivierung

Nicht so einfach, mich morgens um sieben, nach ca. drei Stunden Schlaf, schon zu aktivieren. Die Batterien sind dann maximal halbvoll, eher weniger.

Leider mußte ich meiner Zuweisung durch die ARGE Folge leisten und besuchte zweimal den Bildungsträger DPFA in Z. Dort hat man das Betütteln von Langzeit-Arbeitslosen als Geschäftsmodell etabliert. Die Frau, die sich mit mir beschäftigt, weckt komische Gefühle in mir. Sie gleicht aufs Haar meiner ehemaligen Schiwegermutter, einer von mir sehr bewunderten Frau. Es ist gar zu verblüffend, daß es immer wieder Fälle von Personen gibt, die einander so extrem ähneln. Es gibt Menschentypen, die sich ihne weiteres in Schubladen einsortieren lassen.

Kurz: die Frau ist mir sympathisch. Auch wenn der Rest des Aktivierungsprogramms, wie immer, eine Nullnummer ist. Die üblichen kahlen Räume mit dem üblichen Bewerbungstraining. Und mit den üblichen, schon von weitem erkennbaren Losern.

Daß der Staat auf Effektivität achtet, sieht man schon daran, daß ich gestern extra nach Z. fahren mußte, um dann die Hausordnung durchzulesen und die Anwesenheit zu quittieren. War in 10 Minuten erledigt und nannte sich "Infoveranstaltung". Kostet den Staat aber Fahrgeld.

Die schweren Prozeduren des Unterschreibens eines Vertrages wurden auf heute verlagert, wozu ich wieder nach Z. fuhr und dann eine Stunde wartete (währenddessen ich zum Glück eine Zeitung lesen konnte). Die eigentlichen Formalitäten dauerten erneut nicht länger als 15 Minuten. Dennoch muß man das als "Aktivierung" werten, denn ich war gezwungen, mich ins Auto zu setzen (vorher Eis kratzen) und dorthin zu fahren.

Vielleicht wird es ja später noch kreativer?

Sonntag, 28. Februar 2010

Hallenbadspektakel

Nachdem unsere Region in den 90ern des letzten Jahrhunderts (eeewig lange ist's her!) dank fetter Subventionen mit Spaßbädern zugepflastert wurde, gehört es zum Familienstandardprogramm, sich mal einen Badbesuch der teuren Art zu gönnen. Der Sensationsfaktor ist natürlich stark unterschiedlich, ganz unten fängt es mit dem kleinen Werdauer WEBALU an, geht dann weiter über das Erzgebirgsbad Thalheim, das ehemalige ANA MARE in Geyer bis ... naja, sonstwohin.

Als alleinstehender Erwachsener ist es wohl wenig unterhaltsam, in so ein Bad zu fahren, erst mit Kindern "kesselt" es richtig. Ich lieh mir also vier Stück von meinem Bruder aus (in Wirklichkeit haben sich mich telefonisch dazu mobilisiert) und fuhr mit ihnen wunschgemäß nach Geyer. Eine Idee, die auch schon seeehr viel andere Familien hatten....

Die Familienkarte gilt nur für 2 Erw. plus 2 Kinder (logisch, es wird die Strandard-Familiengröße zugrunde gelegt), eins der Kids mußte extra bezahlt werden. Wir bekamen also 5 Schrankschlüssel, alles einstellige Nummern. Zum Umziehen waren aber Kabinen nur noch ganz hinten zu finden. Was für ein Glück, die Kinder hatten die Badehose gleich drunter und konnten ihre Klamotten direkt in die Spinde einlagern. Ich nicht. :-(

Wir belegten der Übersicht halber nur 4 Spinde, den 5. Schlüssel wollte ich mir in die Hosentasche stecken. Man sollte ja am Ende alle 5 wieder dabeihaben! Als wir die Türen zu und die Schlüssel in der Hand hatten, waren es aber nur drei Schlüssel. Einen dazu in meiner Hosentasche - fehlt immer noch einer. Naja, druff gesch... und rein in die Waschkaue (Bergmannsjargon). Simplerweise duschen dort Männlein und Weiblein gemixt. Wer will, kann sich in eine Kabine stellen. Stattdessen lassen die Leute lieber ihre Badeklamotten an.

Das Bad selber ist zugegebenermaßen attraktiv gestaltet und bietet ein Wellenbecken, drei Rutschen ("schwarzes Loch", Tiefwasser und ne kleine), ein Außenbecken, ein Kinderbecken, zwei heiße Whirlpools usw. Die aus Beton geformte Tiefwasserrutsche war am beliebtesten, auf halber Länge gab es ein Zwischenbecken zum "Einnisten" und Unsinn machen. An der innen finsteren Röhrenrutsche mußte man dank Ampel zu lange anstehen.

Nach einer guten Stunde (von 2,5) wurde es erstmals einem Kind etwas langweilig. Als Gegenmittel der Wahl erwies sich eine Cola. Später gesellten sich dann auch noch Pommes dazu. Das kontemplative Innehalten am Tisch wurde aber jäh unterbrochen vom heranrasenden Jüngsten, in Begleitung seines großen Bruders. "Der F. muß kotzen! Schnell, Stefan!". Der F. war auch schon ganz weiß im Gesicht und wir rannten weiter durch die Katakomben bis zum Klo. Dort mußte er dann doch nicht kotzen, sondern erholte sich wieder. Mit Cola und Pommes kam auch die gute Laune mehr und mehr zurück. Er hatte sich halt schon in der Rutsche erleichtert, die Kinder hatten das zutage Getretene schnell mit der Hand "verrührt". *blurp*

Die Zeit lief nun schon langsam aus. Die drei Großen hatten aber noch Gefallen am Außenbecken gefunden. Vor allem galt es als cool, das Becken zu verlassen und sich im Sommerfeeling ins Freie zu legen - oder den Schnee zu betreten. Na gut, wenns den Kindern Spaß macht...

Das geordnete Verlassen eines Hallenbades mit vier Kindern unter Zeitdruck treibt (wie man ringsherum mitkriegt) so manchen Vater in die Nervenkrise. Ich hatte mit dem Jüngsten knappe 20 min, der Rest kam dann 10 min vor ultimo. Alle Schränke waren schon ausgeräumt. Im Rucksack des Jüngsten tauchte auch der fünfte Schlüssel wieder auf. Zwei Minuten vor Ablauf der Zeit stand ich an der Kasse - lange Schlange. Die Kinder waren alle noch nicht fertig, ungalublich, wie die mehren können! Ich mußte dann noch 5 Minuten am Drehkreuz warten, ehe sich der erste zeigte. Er teilte mir laut und öffentlich mit: "J. muß sich nur noch zwei Socken anziehen!".

Allle Kinder verließen das Bad halblegal durch das geschlossene Drehkreuz, ich war 30 Euronen ärmer, aber stolz und froh, nichts weiter eingebüßt zu haben als eine Flasche Duschbad. Gesamtkosten also ca. 33 Euro plus Benzin für 60 km. Kein Wunder, daß die Hartz-4-Familien mehr Geld für ihre Kinder wollen. Es gibt eben doch ein Menschenrecht aufs Spaßbad!

(P.S.: Wie gut, daß die Eltern der Kinder nur die gröbsten Details des Ausfluges kennen und hier niemals vorbeikommen!)

Dienstag, 2. Februar 2010

Erfolgserlebnisse

Pädagogik ist eine Kunst, manchmal aber eine Frage der eigenen Erfahrung, der Intuition, des Einfühlungsvermögens. Meine Neffe lernt Klavier, hat aber früher fast nie länger als 20, maximal 30 Minuten geübt. Dann war er völlug "satt" von der Aufgabe, nicht mehr bereit, sich weiter zu konzentrieren. Manchmal ging es schon nach 15 Minuten los, daß er stark nachließ und ihm alles zuviel wurde.

Er ist aber ziemlich begabt, kann es also rein intellektuell prima leisten, was das Klavierspielen erfordert. Wenn nur nicht immer jedes neue Stück, jede Übungszeit als so ein riesiger Berg erscheinen würde. Er verliert dann von vornherein jeden Mut, glaubt nicht, daß es zu schaffen sei. Dabei schafft er seine Stücke mit einem Drittel der Übungszeit, die andere aufwenden. Aber es erschien ihm immer als eine Last, nicht als eine Lust.

Nun, ich habe ihm die Last erleichtert, indem ich die Aufgabe in viele, nahezu winzige, Schritte einteilte. Die waren alle leicht. Und damit kamen ein paar schnelle Erfolgserlebnisse. Jeden Erfolg habe ich ausgiebig "verstärkt". Mit der Zeit hat seine Ausdauer beim Üben Minute für Minute zugenommen. Und das erleichtert natürlich nuee Erfolgserlebnisse, es wird ja mehr geübt. und zwar auch systematisch geübt, d.h. bestimmte Phrasen, Takte etc. mehrmals wiederholt, zuerst extrem langsam, bevor dann mehr Tempo angestrebt wird.

Das neueste Stück, rhythmisch wirklich ein "Burner", hat er dann viel lockerer genommen und viel intensiver geübt. Der Erfolg war so groß, daß er erstmalig freiwillig länger üben wollte, was eine Art "Dammbruch" darstellt. Er schien immer wieder zu staunen, was man durch nicht nachlassendes Üben alles schaffen kann. Und er ist noch lange nicht am Limit, denn wöchentlich 5 Tage á 30 Minuten hat er noch nicht erreicht, geschweige den 6 Tage á 45 oder gar 60 Minuten. Mal sehen, ob es letztendlich die Begeisterung ist, die ihn seine Grenzen überwinden läßt. Es wäre schön, natürlich auch schön für mich. Denn ich tue das Ganze leidenschaftlich, "by heart".

Sonntag, 24. Januar 2010

Puzzle

Hmmm, zu Weihnachten gab es von der Oma ein großes Puzzle, 1000 Teile. Nicht, daß die Kids nicht schon genug Puzzle hätten, nee....! Abgebildet ist eine im Comic-Stil gezeichnete drastische Szene vom Karneval in Venedig. Die Kinder entdeckten darauf enorm viele Details und bemerkenswerte Dinge. Kerle, die sich kloppen, einer sticht gar einem anderen das Schwerrt durch den Bauch...oh mein G...tt, das ist ja mindestens FSK12, fehlt nur noch ein poppendes Paar, dann ist es FSK16. Was hat sich nur die Oma dabei gedacht??

Erst wurde das Puzzle auf dem Fußboden begonnen, was sich natürlich nicht grade gut machte. Die ersten Ansätze wurden dann auf den Schreibtisch transferiert und dann täglich leidenschaftlich gepuzzelt! Ich war immer gerne gesehen, weil ich ja ein Super-Puzzler bin und es dann so schnell vorwärts geht!

Es ist total cool, wenn sich alle um das Werk drängeln, jeder seine Suchanfragen bekanntgibt und neue Funde bejubelt. Weniger cool ist es, wenn man der kleinste Bruder ist und gar nicht rankommt, nicht mal rangelassen wird. Dann schieben einen die großen Geschwister auch noch ab, extra gemein! Aus Ärger und Wut werden da gleich mal 2 Puzzleteile zerbissen!

Aber meistens geht es friedlich und kooperativ zu. Ich habe stets Mühe, mit dem Puzzlen aufzuhören, weil ja immer wieder was zu finden ist und die Mikro-Befriedigung des einrastenden Teils als Belohnung winkt. Ich würde normalerweise bis zum bitteren Ende durchmachen, genauso, wie ich Bücher eigentlich gleich in einem Zug durchlese.

Das sind die Benefits des Arbeitslosendaseins - wenn es denn welche sind.

Freitag, 22. Januar 2010

Now thats bad

Immer, wenn ich ein bißchen englische Blogs gelesen habe, ist mein Sprachzentrum auf Englisch umgeschalten und will damit weitermachen. Diese Sprache scheint auf Deutsche irgendwie betörend zu wirken - weshalb, muß ich noch ergründen. Ich habe jedenfalls die Angewohnheit, beim Spazierengehen oder anderen Tätigkeiten Selbstgespräche auf Englisch zu führen. So oft, wie ich dabei die richtigen Worte suche und trotzdem nicht drauf komme, muß ich mir wohl demnächst in Selbstdiagnose Demenz attestieren.

Die bescheidene Nachwirkung des gestrigen Volleyball-Abends ist der gezerrte Halsmuskel, der mir das Leben gerade äußerst schwer macht. Man kann sich im Bett kaum bewegen, weil das sofort zu stechenden Schmerzen führt. Und es gibt kaum einen, der sich im Bett mehr bewegt als ich *lol*.

Habe heute meine Freizeit einem Neffen und einer Nichte gewidmet. Sie wollten mit mir puzzeln, was eigentlich ganz spaßig ist, wenn man sonst nichts tun kann. Mit diesem Halsdrama war es noch blöd genug, aber es ging. Ich genieße es, auch ein paar Einblicke in den Alltag der Kinder und ihre eigene Welt zu bekommen - was sie so denken, was sie für Musik hören, wie sie selber Instrument spielen, wie sie miteinander umgehen. Wenn ich das so erlebe, dann frage ich mich, wieso sich dermaßen viele Paare auf 1 bis 2 Kinder beschränken. Es ist doch edel, mitzuerleben und mit dafür zu sorgen, daß neue Menschen groß werden, innerlich und äußerlich wachsen und zu ganz eigenen Persönlichkeiten reifen!

Das Herumhängen mit diesen schmerzenden Schultern ist vollkommen öde, geht mir auf den Zeiger. Ich habe miese Laune und die Decke fällt mir auf den Kopf. Solange das nicht wieder weggeht, muß ich das weiter ertragen. So ein Schmarren, ich kotz' ab.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Jessica and me

Am neunten November habe ich zuletzt gepostet? Ich dachte, es wäre länger her gewesen....

Ist in der Zwischenzeit irgendwas Wichtiges passiert? Nicht daß ich wüßte, kein Job, keine Schule, nur ein kleiner Jahreswechsel und ein bißchen Weihnachten vorher. Ich gehe mal einfach dvon aus, daß ich am nächsten Jahresende immer noch arbeitslos und ohne Geldreserven bin. Na, macht nix.

Eins habe ich in meinem Leben schon sehr oft mitgemacht: das Einfügen (oder Nicht-Einfügen) in eine neue Gruppe. Lehre, Umschulung, Betrieb 1, Betrieb 2, Bibelschule, Betrieb 3, Leiharbeit, neue Gemeinde - ich muß ja ein wirklich flexibler Typ sein, daß ich das alles immer hingekriegt habe.

Da konnte es auch keine Hürde sein, mal in Sachen Volleyball den Horizont zu überschreiten. Den Vereinen in allen Himmelsrichtungen fehlen dank demographischer Probleme so dringend Mitglieder, daß manche vor dem Aus stehen! Nun war ich zweimal im Nachbarort Oelsnitz, wo ein kleiner Verein mit eigener Halle (zusammen mit Fechtern) trainiert.

Ja, es ist trotzdem immer wieder komisch, wenn man die Gepflogenheiten nicht kennt. Aber ich bin sehr schnell warmgeworden und konnte eine große Akzeptanz feststellen. Zwei Wochen nach dem ersten Besuch war ich gestern ein zweites Mal dabei. Es lief wirklich gut, scheinbar fühlen sich die Anderen auch etwas angestachelt durch den Neuling - die Leute gingen sportlich sehr an die Grenzen! Ich auch, klar. Hinterher wurde mir sehr ans Herz gelegt, weiderzukommen, und sogar ein Platz im Team angeboten.

Tja, was macht man da...es wären ja doppelte Kosten für mich, und dieser Verein kassiert 13 Euro pro Monat, keine Peanuts für einen H4-Empfänger. Würde mich aber reizen, und der Vereinsboß meinte, ich solle erstmal kommen, das Geld wäre nicht das Problem. Wow, es gibt etwas, wo ich noch gefragt bin...

...aber wenn mir dann immer so die Gräten wehtun?? Naja, angesichts dessen, was Jessica Watson so leistet, verkneife ich mir das Jammern. Da werde ich nämlich ehrfürchtig!

Mittwoch, 25. November 2009

AeRGEr gehts nicht

Vorgestern verbrachte ich einen Tag mit einer intensiven Dokumentenschau. Es waren Antworten zu finden auf solche Fragen wie:

"Was ist ihre Rentenversicherungsnummer?"

Tja, in geordneten Verhältnissen hat man die schnell zur Hand. Bei mir dauerte es etwas, aber nur leicht, länger. Es ist der pure Wahnsinn, wie lückenlos die eigenen Verhältnisse dokumentiert werden müssen, will man die staatliche Stütze abgreifen. "Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland" -schön und gut, aber wie weist das ein Afrikaner nach? Der kann alles reinschreiben. Alle Kontoauszüge drei Monate rückwärts, Mietnebenkostenabrechnungen, Heizkosten, laufende Kredite, Sozialleistungen, Freistellungsaufträge, vorhandenes Bargeld - alles will der Staat in Form der ARGE wissen.

Gestern brachte ich mien Rechercheergebnis "zu Amte", wo eine alte, aber humorvolle Sachbearbeiterin alles gemütlich durchkaute und sich nur bei den Heizkosten längere Zeit aufhielt. Pauschale moantliche Kosten können bei einer Ofenheizung NICHT berücksichtigt werden. Das ist neu, aber das macht nichts. Die Rechnungen für Kohle werden bezahlt, bis ca. 35kg/Quadratmeter und Winter. Aber trotzdem werde ich furchtbar darben müssen, denn wenn von den 352 Euro schon 100 für den blöden Autokredit weggehen...das jeht nicht auf.

Ich habe mir zuzeiten einige Male gewünscht, es zum Hartz4-Empfänger zu schaffen, aber jetzt, wo es soweit ist, freut es mich nicht.
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Heute wird es was! Und wie!

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