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Sonntag, 16. November 2008

Berufserfahrung

Im Rahmen des Sammelns von praktischer Erfahrung bin ich mit Nichte und Neffe nach Z. zum Programm von Daniel Kallauch gefahren. Wir waren zu spät dran, weil wir nicht gleich den richtigen Veranstaltungsort ansteuerten. Dafür durften wir aber gleic´h vor dem Eingang parken, was sehr vorteilhaft war.

Daniel Kallauch ist Entertainer für Kinder, kann bauchreden (mit ner Puppe) und schreibt Lieder. Da sind einige sehr beliebte Hits für Kinder dabei rausgekommen. Entsprechend knackevoll war der riesige Saal. Werden über 500 Besucher gewesen sein, schätze ich.

Da war die Bühne schon echt weit weg, viele Köpfe im Weg und ein Spotlight samt Bediener versperrte ebenfalls die Sicht. Ich mußte meine Kinder extra gut hochhalten, damit sie was sahen.

In der Pause entdeckte mein Neffe dann seinen Freund, einen Nachbarsjungen, da war der Abend gerettet. Bis dahin hatte er wenig Spaß an der ganzen Sache. Zuviele Fremde, zuviel Trubel. Aber die Massen von Kindern, die sich begeistert auf Stühle stellten: für mich war das ein schöner Anblick.

An einem Büchertisch traf ich auch noch einen Ex-Mitschüler, der gerade im Rahmen seines Praktikums dort Zeugs verkaufte. Wir wechselten einige Worte, ich verschwieg tunlichst, daß ich wegen Depris KS habe...

Alle Kaufwünsche der beiden Kiddies (Schlüsselanhänger, T-Shirts, CDs) konnte ich abschmettern und damit die Kosten des Abends auf einen Becher Limonade für jeden beschränken. Am Ausgang gabs dann noch einen Luftballon und ein Plakat. War gut organisiert, das Event, und zwar von Christen, wie ich mitgekriegt habe. Kallauch ist auf dieser Schiene unterwegs.

Somit habe ich praktische Erfahrungen gesammelt, wie man als Entertainer Kinder bespaßen kann, und was diese für real und nicht real halten. Eine große Plüschmöhre identifizierte der Kleine als unecht, und das Fake-Fernglas, mit dem das Publikum bespitzelt wurde, ebenfalls.

Krankenschein

Eine Woche Krankenschein ist vorbei. Der Arzt hat etwas herumgegrantelt und dann die Diagnose F32.9 aufgeschrieben. das könnt ihr nun selber googeln...

Man hat mich bereits versucht zu erreichen, da ich von mir aus der Schule keinerlei Infos zukommen lassen habe. Nicht mal den KS konnte ich transferieren. Nun wird man harte Maßnahmen wegen unentschuldigten Fehlens ergreifen. Bei meinen Mitschülerinnen habe ich mich allerdings per SMS gemeldet.

Ich denke, das war's nun ein für allemal. Ich kriege das nervlich nicht mehr auf die Reihe und muß also mein Scheitern eingestehen. Meine Banknachbarin hätte mich geren weiter "behalten", aber das wird nun nichts. Wenn ich nur wüßte, wie ich es der Schule und den Mitschülernnen beibringe..und der Praktikumsstelle.

Da wäre eine saftige Diagnose vom Psychiater wohl ziemlich hilfreich. :)

Dienstag, 11. November 2008

Ignoranz tut gut

Habe den Englisch-Vortrag nicht gemacht, nichts vorbereitet. Keine Lust. Gestern früh hab ich den Wecker ausgemacht und mich so down gefühlt, daß ich gleich den ganzen tag gestrichen habe. Aus meinem Schlummer wurde ich durch einen Handyanruf gerissen, wohl eine Mitschülerin. Kann sein, sie wollte mit mir mitfahren.

Ich habe das konsequent ignoriert und mich in meinem Bett nochmal rumgedreht. Es gibt nun eh keinen Weg mehr zurück, die Messen sind gelesen. Nun muß ich es nur noch meinen Mitschülern, den Lehrern und der Schulleitung beibringen. Und der Praktikumsstelle. Eigentlich möchte ich keine der genannten Parteien mehr sehen. Werde also erstmal Krankenschein nehmen und dann weitersehen.

Um meine wirklich feine und beliebte und von den Lehrern über alles hochgelobte Klasse tut es mir natürlich sehr leid. Aber man kann nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Ohne Praktika keine Erzieherausbildung. Wenn man gescheitert ist, dann sollte man das auch anerkennen und akzeptieren.

Das fällt mir echt nicht mal schwer. Fuck!

Sonntag, 9. November 2008

Sonntagabend

Ich habe mir vorhin einige Texte über New England ausgedruckt. Daraus muß ich noch einen kleinen Vortrag basteln, den ich morgen früh dann wohl halten werde.

Das sind alles nur noch Rückzugsgefechte, denn ich habe mich erneut entschlossen, die Ausbildung hinzuschmeißen. Das ist eine schlechte Alternative, aber es gibt noch eine schlechtere: mein Leben mit einem ständig wachsenden Angstgefühl und einer beschissenen Depression zu führen.

Damit kann man eh nicht lernen, nicht arbeiten und auch sonst nichts. Von daher bleibt mir gar keine Wahl. Mein Leben ist in letzter Zeit kaum noch erträglich gewesen, ich bin völlig k.o. und mit den Nerven am Ende. Ich könnte zum Arzt gehen und um Tabletten betteln, die alles easy machen oder so. Aber erstens gibt er die nicht gerade gerne heraus, und zweitens ist das eh keine Lösung auf Dauer.

Dann schon lieber 90 Tage (soviel Anspruch habe ich noch) ALG I und danach Hartz IV. Was solls, ich habe keinen Bock mehr auf irgendetwas. Nun ja, wenigstens habe ich es versucht. Any other suggestions?

Freitag, 7. November 2008

Platt

Mir gehts mit der Ausbildung leider dermaßen schlecht, daß ich von Tag zu Tag überlege, den ganzen Kram hinzuschmeißen.

Zu den Aufgaben, die heute von mir verlangt werden, habe ich absolut null Bock. Ich will einfach nicht mehr. Ich will einfach überhaupt nichts mehr - außer meiner Ruhe. Amen.

Montag, 3. November 2008

Zwei Wochen Ferien

Eigentlich sollte ich froh sein über zwei freie Wochen. Leider begannen sie schon mal mit Kranksein (grippaler Infekt) und gingen dann ebenso wenig befriedigend weiter. Meine Stimmung sank immer mehr in den Keller, so daß ich nicht mal mehr Bock auf Bloggen hatte.

Nun weiß ich nicht, ob hier noch jemand vorbeischaut. Trotzdem werde ich jetzt wieder mehr aktualisieren, da ab heute die Schuhle wieder läuft. Darf gleich mal zwei Mitschülerinnen mit zur Schule nehmen, disen Wunsch äußerten sie per SMS gegen halb zehn. Bei ihnen soll auch eine Halloween-Party stattgefunden haben, da muß ich gleich mal danach fragen.

Ich selbst hab an sowas null Interesse, Halloween heißt bei mir Reformationstag. Meine halloween-liebende Mitschülerin allerdings mag keine Christen, wie ich mitgekriegt habe. Aber zum Autofahren sind sie immerhin gut, nicht wahr?

Leider hab ich nicht mal den TÜV für die Karre in den Ferien über die Bühne gebracht. Er hat keinen gekriegt und muß erst repariert werden. Fein, das kostet wieder zusätzlich Geld! Krieg jetzt immerhin so gegen 630 Euronen BaföG pro Monat. Hab aber noch unbezahlte Rechnungen liegen...seufz.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Gerade eben: Liveblogging

Meine Mitschülerinnen sitzen im Klassenzimmer und tüfteln an ihrer Mathe-Klassenarbeit. Zwei Blätter über lineare Funktionen.

Ich bin bereits fertig und hab meine Arbeit abgegeben. Dann bin ich im selben Zug gleich aufs Klo gegangen - ich hab leider einen Virus, schätze ich. Und von dort hab ich mich ins PC-Zimmer geschlichen, wo ich jetzt diesen Eintrag tippe.

Die Arbeit war leicht, zumindest für mich. Eine gaaanz einfache Sachaufgabe, eine Funktion ins Diagramm einzeichnen, und eine Tabelle mit Bestimmungsstücken von linearen Funktionen ausfüllen, wo man immer einige Werte gegeben hatte. Müßte ne Eins werden.

Das nützt mir aber alles wenig, denn ich habe eine dermaßen große Furcht vor dem Praktikum, daß ich nicht mehr schlafen kann und meine Lebensqualität denkbar schlecht ist. Ich wüßte nicht, welches Mittel dagegen helfen könnte - außer, den Scheiß hinzuschmeißen. Ich krieg das niemals auf die Reihe...

...und doch ist es sooo schade um die schöne Klasse und die Chance, hinterher vielleicht einen ruhigren Teilzeitjob zu kriegen. Verdammter Mist, elender.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Klamottenstil - hmmm!?

Über Stil und Geschmack kann man ja bekanntlich nicht streiten. Hier in der Provinz wird da sowieso nicht viel Aufwand getrieben, die allermeisten laufen "normal" oder "durchschnittlich" gekleidet herum.

Die Klassensprecherin unserer Klasse ist da eine Abweichung. Es gibt so einen Typ Frau, der irgendwo prädestiniert ist für Führungsaufgaben - sie wird ganz bestimmt mal Kindergartenleiterin, ihre Mutter ist das ja auch schon.

Und diese Typen bevorzugen dann auch einen bestimmten Kleidungsstil. Unsere Dame trägt sehr gerne kurze Hosen, die über dem Knie enden, und an den Beinen ordentliche handfeste und hohe Stiefel. Mit dem entsprechenden Gang (sie spielt auch noch Fußball) kommt das ziemlich bombastisch rüber. (Ich kenne eine andere Kita-Chefin, die auch so rumlief. Das sieht eben einfach "chefmäßig" aus).

Nichts dagegen - aber heute wurde es doch etwas schräg. Wieder eine kurze, knallenge Hose, nackte Knie, und an den Waden fette Wollstrümpfe, wie sie Luis Trenker zum Wandern trug, mit Umschlag, wie bei Kicker-Stutzen. Und Stiefel, die etwas kürzer als diese Strümpfe waren, so daß man die Wandersocken oben rausschauen sah.

Da muß ich gestehen, ich fand das schon sehr, sehr mutig. Aber es fällt ganz sicher auch richtig gut auf, und das solls wohl in erster Linie. So einen Stil hab ich allerdings bisher noch nie gesehen.

Trendsetter, oder was?!

Dienstag, 14. Oktober 2008

Lehrer gespielt

Um den doch etwas sinnlosen Beschäftigungsaufgaben unseres Sportlehrers zu entgehen, hatte ich mich bereiterkärt, eine Sportstunde selber zu übernehmen. Natürlich würde es um Volleyball gehen, damit kann ich was anfangen.

Mit meinen 2,5 Stunden Schlaf die Nacht vorher war ich nicht direkt in bester Verfassung, kämpfte mich aber durch den Tag.

Die Mitschülerinnen waren mehrheitlich nicht begeistert von der Aussicht auf Volleyball. Unsere engagierteste (aber lesbische) Mutti brachte daher noch eine CD mit "Bewegungsliedern" mit und wir hatten erstmal unseren Spaß.

Ohne Plan versuchte ich dann, die unmotivierten Damen ein bißchen an Volleyball heranzuführen: wo man stehen sollte, wie man es anstellt, den Ball auch zu erwischen, wie man einen Aufschlag übers Netz bringt usw.

Die, die es schon konnten, machten einen etwas genervten Eindruck, aber ich ließ trotzdem alle Aufschläge von unten übers Netz machen. Diese auf der anderen Seite anzunehmen klappte leider nicht. Ein paar Worte zum "Baggern" hatte ich auch verloren, und so ließ ich sie in zwei Reihen gegenüber aufstellen und das Baggern üben. Da war die Geduld der Damen aber schon weit erschöpft.

Es blieben noch 20 Minuten für 2 Spiele mit drei Mannschaften. Es gab trotz Übens wieder welche, die den Aufschlag nicht übers Netz brachten oder an die Decke kloppten, und es gab wenige, die einen Aufschlag annehmen konnten. Einen Fortschritt konnte ich also trotz all meiner Bemühungen nicht verzeichnen.

Man hat immer das Problem, die 20 Leute alle zu beschäftigen, obwohl eigentlich nur einige individuelle "Förderung" benötigen. Die guten langweilen sich dann und ziehen "eine Gusche". Naja, sie haben mich aber gelobt und mich einen "guten Lehrer" genannt. Immerhin.

Die Schwänzerei geht wieder los

Letzten Freitag habe ich in meiner coolen Schuhle completo ausfallen lassen. Ich wäre rein körperlich nicht fähig gewesen, dem Unterricht zu folgen, da ich erst um 4 ins Bett bin - die Internetsucht läßt grüßen.

Heute, am Montag, hat auch keine Sau gefragt, wo ich war, außer einige Mitschülerinnen. Die vermissen mich dann schon ein wenig, die guten.

Man muß allerdings festhalten, daß ich leider überhaupt nichts verpasse. Es wird nach wie vor nur gegammelt statt unterrichtet. Wir haben zwar jetzt in vielen Fächern schon mal eine LK geschrieben, aber was heute wieder los war...du meine Güte. Nichts, aber auch überhaupt nichts gelernt, die Lehrer scheinen gar keinen Antrieb zu haben, irgendwas für den Untericht vorzubereiten.

Stattdessen gehen wir erstmal einen Kaffee holen und sitzen dann in Grüppchen da, um uns zu unterhalten. Wie nett - und wie sinnlos. Einzige Herausforderung heute: ich durfte eine Doppelstunde Sport selber bestreiten. Lehrer war wieder mal nicht da. Dazu gibts nen Extra-Artikel.
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Heute wird es was! Und wie!

Was in einer kuhlen Schuhle abgeht

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Zuletzt aktualisiert: 7. Aug, 19:02

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